Ashley Roberts
Die in Phoenix/Arizona geborene Ashley fing schon im zarten Alter von drei Jahren mit dem Tanzen an – das Singen begann sie mit neun. Ihr Vater war Schlagzeuger für The Mamas & The Papas gewesen, bis er Autohändler wurde. Vor vier Jahren, als sie gerade mit der High School fertig war, ging sie schließlich nach Los Angeles. Sie hatte schon vorher stets ihren Sommer an der Westküste verbracht, um mit verschiedenen Tanz-Lehrer-Größen (wie Dee Caspary) zu üben. Doch dieses Mal blieb sie endgültig in LA. Sie war in Werbungen zu sehen, u.a. für Eclipse-Kaugummi und Joe Boxer-Klamotten, trat bei unzähligen Veranstaltungen auf. Dazu war sie schon nach einem halben Jahr eine Pussycat Doll geworden: „Ich hatte wirklich noch nie von ihnen gehört, aber was mir dann von anderen Tänzern und Tänzerinnen erzählt wurde klang einfach unglaublich!“
Sich darüber bewusst, dass ihre Stimme oftmals an Marilyn Monroe erinnert, sagt sie, dass ihre Bühnen-Person „flirtend aber unschuldig“ sei. „Sie ist eine Freidenkerin. Ich schätze, dass ich wohl als Die Blondine der Gruppe durchgehe, aber eigentlich ist das gefärbt“, erzählt sie lächelnd.
Jessica Sutta
Schon als Teenager dachte Jessica Sutta, dass ihr Traum der Prima Ballerina vorbei sei, als sie mit beiden Knien Probleme bekam. Doch eigentlich fing ihr Traum eines Tänzerinnen-Daseins da erst an.
In Miami geboren und aufgewachsen, ging sie schon mit 14 zur New World School of Arts, um Tanz zu studieren. Als sie sich dann verletzte konzentrierte sie sich auf Schauspiel: „Dabei habe ich immer am liebsten getanzt“, sagt sie. Und so tat sie es dann trotzdem – und wurde Teil der Miami-Heat-Truppe, später sogar deren Vortänzerin (im Jahr 2001). Als Schauspielerin war sie in einer Gothic-Junkie-Rolle in der Dramen-Serie „Ocean Ave.“ zu sehen, die in Südflorida gedreht wurde und die Leute weltweit begeisterte; dazu spielte sie in „Bully“ von Larry Clark („Kids“).
Im Jahr 2002 zog sie dann nach Los Angeles. Schon drei Monate nach ihrer Ankunft war sie bei einem Vortanzen, und Antin entdeckte sie. „Sie ist supersüß, immer positiv, und sehr gefühlvoll“, sagt Antin. „Auf der Bühne dreht sie allerdings richtig auf.“
Bei den Pussycat Dolls übernimmt Sutta mit ihrer hellen Haut und den dunklen Haaren so etwas wie die Rolle einer zweiten Betty Page... „Seit ich bei den Pussycat Dolls bin, ist mir klar, dass es genau das ist, was ich schon immer machen wollte. Ich fand die Truppe schon immer genial! Verrückt eigentlich, dass man so viel Glück haben kann.“
Melody Thornton
Die einzige Pussycat Doll, die bei einem offenen Casting aufgenommen wurde – Melody Thornton –, war schon in ihrer Heimatstadt Phoenix ein aufstrebendes Talent. Sie unterstützte verschiedene Lokal-Künstler mit Background-Gesang, sang die Nationalhymne für die Arizona Diamondbacks, war auch an der Arizona State University aktiv. Ihr Großmutter mütterlicherseits, eine Frau mexikanischer Abstammung, war bereits Sängerin gewesen; ihr Großvater väterlicherseits (und afro-amerikanischer Abstammung) hatte sich sein Geld als Blues-Gitarrist verdient. Die einzige Latina/Afro-Amerikanerin bei den Pussycat Dolls zu sein ist ihr überaus wichtig: „Ich bin mir sicher, dass sich viele Zuschauer bzw. Zuhörer mit mir verbunden fühlen, es ist wichtig, dass die Dolls so durchmischt sind.“
Die Pussycat Dolls sah sie zum ersten Mal bei Christina Aguileras „MTV Diary“. „Ich fand das Konzept grandios, und wenn Christina auch dahinter stand, dann war das für mich sowieso schon Grund genug!“ Sie nahm die Sendung auf, schaute sie sich tagelang an. Als sie dann bei MTV News hörte, dass gerade ein Vorsingen der Gruppe stattfand, nahm sie sich ein paar Tage frei, fuhr von Phoenix nach Burbank, wobei sie von ihrer Mutter und Schwester begleitet wurde. Als sie um 5 Uhr morgens ankam, warteten immerhin schon fünf andere vor ihr. Thornton ging rein, sang vor – ihre Mutter und Schwester warteten auf der anderen Straßenseite geschlagene neun Stunden...
„Ich versuchte das Konzept zu imitieren, um bemerkt zu werden, aber das war gar nicht so leicht. Schließlich hatte ich nie Tanz-Unterricht genommen! Als ich dann aber anfing zu singen, da lief alles wie am Schnürchen.“ Als sie schließlich mit drei anderen für einen zweiten Termin eingeladen wurde, widmete sie einen Tag verschiedenen Choreographie-Dingen und sang vor Iovine. „Ich war nicht einmal aufgeregt, schließlich wusste ich gar nicht, wer er eigentlich war“, lacht sie heute. „Außerdem hasse ich es, verängstigt zu wirken. Verlieren kommt so oder so nicht in Frage.“ Schließlich sang sie auch noch für Fair, der sie am Klavier begleitete. Nach einer Übungswoche und einem Auftritt im Viper Room war schließlich im Dezember 2003 klar, dass Thornton von nun an eine Pussycat Doll sein sollte.